
Literatur in St. Agnes wird in Kooperation mit dem Lesekreis St. Agnes, dem katholischen Bildungswerk und Unterstützung der Stadt Köln durchgeführt.
St. Agnes
Neusser Platz 18
50670 Köln
[ Freitag, 1. Oktober, 20:00 Uhr, Kirchturm
St. Agnes :: Andreas Maier :: Das Zimmer & Onkel J." ] |
|
![]() |
Das Zimmer: Mit einem Bein steht er noch im Paradies, dafür hat die Geburtszange gesorgt. Immer ist er ein Kind geblieben, und wurde doch stets älter, und leben mußte er auch irgendwie. Nun ist er schon dreißig und hat seine große Liebe, einen VW-Variant Typ 3, mit dem fährt er zwischen den blühenden Rapsfeldern umher. Es ist das Jahr der ersten Mondlandung, 1969, als man in Frankfurt am Main noch Treppensteigen geht in den Bordellaltbauten um den Bahnhof herum. Ein Tag im Leben Onkel J.s. Hin- und hergerissen zwischen Luis Trenker, der Begeisterung für Wehrmachtspanzer und den Frankfurter Nutten, wird J. plötzlich als ein Mensch erkennbar, der außerhalb jeden Schuldzusammenhangs steht, noch in den zweifelhaftesten Augenblicken. Einer, der nicht zugreift, weil er es gar nicht kann, während die Welt um ihn herum sich auf eine heillose Zukunft wie auf die Erlösung vorbereitet. Nach den Romanen "Wäldchestag", "Klausen", "Kirillow", "Sanssouci" und "Onkel J. Heimatkunde" setzt Andreas Maier neu an: Das Zimmer ist ein Erinnerungsporträt und Roman zugleich, vielleicht der Beginn einer großen Familiensaga, eine Reflektion über Zeit und Zivilisation, über die Würde des Menschen und wie sie erhalten bleiben kann. "Der begabteste Schwadroneur unter den jüngeren Autoren." Ulrich Greiner, Die ZeitOnkel J. Seit seinem Debüterfolg mit dem Roman Wäldchestag im Jahr 2000 ist Andreas Maier häufig unterwegs, um aus seinen Romanen zu lesen. Nur daß er in den letzten ein, zwei Jahren meist, wenn er eingeladen war, auch immer wieder schon aus dem kommenden Onkel J. las. Jedesmal hatte er damit das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Umstandslos fand man sich angeschlossen an Maiers Welt aus Wetterau, Familie, Fußball, Apfelwein, aus Thomas Bernhard und dem Evangelium nach Matthäus, aus Ängsten, Kneipenfreuden und -nöten, eingepackt in absurde Vorkommnisse und komische Erlebnisse. Jede Kolumne beginnt mit einem "Neulich"-Satz, die erste so: "Neulich war ich in Berlin. Das wird jetzt niemand weiter ungewöhnlich finden, aber ich bin Hesse, und mir ging in Berlin ein Wunsch in Erfüllung." Dennoch handelt es sich um alles andere als ein Kolumnenbuch. Vielmehr nimmt Onkel J. im Übergang von den ersten vier Romanen zu Maiers Projekt "Ortsumgehung" eine zentrale Stelle ein. "Alles gehört zusammen, und für alles ist das Kolumnenbuch der Kern."Der 1967 in Bad Nauheim geborene und heute in Frankfurt am Main lebende Autor zählt mit seinem Debütroman "Wäldchestag" zu den bedeuteten Stimmen der zeitgenössischen Literatur Deutschlands. Sein im September 2010 erscheinender Roman "Das Zimmer" ist zugleich ein Erinnerungsporträt von Onkel J., der immer ein Kind geblieben ist und doch stets älter wurde. Andreas Maier hat zahlreiche Literaturpreise gewonnen, u.a. 2000 den Aspekte-Literaturpreis und 2009 den Robert-Gernhardt-Förderpreis. |
[ Freitag, 10. September, 20:00 Uhr, Kirchturm
St. Agnes :: Walt Whitman :: Grasblätter ] |
|
![]() |
"Er ist Amerika", sagte Ezra Pound über den Dichter Walt Whitman. In seinen "Grasblättern" besingt er den Aufbruch der USA nach dem Bürgerkrieg. Der Lyriker Jürgen Brôcan hat dieses zentrale Werk der amerikanischen Literatur mehr als ein Jahrhundert nach Erscheinen erstmals vollständig auf Deutsch übersetzt und mit einem Nachwort und einem ausführlichen Kommentar versehen. Im Schmelztiegel seiner Dichtung vereint Whitman Ideen aus Kultur, Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Mystik seiner Zeit. Seine Gesänge sind Abbild und Vision einer modernen Nation der "Vereinigten Staaten", die Spaltungen überwinden und allen Menschen Freiheit und Gleichheit bringen soll. Ein sehr schönes Porträt von Jürgen Brôcan finden Sie hier. |
[ BÜCHERTISCH | Sonntag
24. April 2010, 14:00 Uhr, Hansa-Gymnasium/Raum 113 :: Juli Zeh :: Corpus
Delicti :: Veranstaltung im Rahmen der ArtSpecial ] |
|
![]() |
Spielkette - Fesseln - Atmosphäre - eisig - Kühlschrank - Ein Spiel von Zeit und Raum, Gegenwart und Zukunft - Gefangen in der Eiszeit - Leben Sie wohl Frau Holl -Der ‚weiße Raum’ - klare Linien Bezug: Corpus Delicti, ein Prozess (Juli Zeh) - klare Klänge - Bildvision – acht Akteure formen eine futuristische, künstliche Realität. Wir arbeiten im distanzierten Corpus Delicti- Stil, im direkten Kontakt ohne Raum und Gesicht, ohne Stimme und Zielvorgaben - Im Namen der Methode! Wir verunsichern, wir kontrollieren, wir kategorisieren. Sie verlieren Ihr Recht auf Freiheit, Ihr Recht auf Krankheit, Ihr Recht zu schweigen! Sie rauchen? Sie treiben keinen Sport? Sie trinken? Sie äußern sich unkontrolliert in der Öffentlichkeit? Und die Hygiene? - Ein Fall für die Methode, unsere Methode: Bitte begeben Sie sich in die Resozialisierungsanstalt. Bitte begeben Sie sich in die Resozialisierungsanstalt. Wir spielen gemeinsam, Juli Zeh und ihre acht Spielfiguren- Mia Holl, Moritz, Pollsche, Hutschneider, Driss, Rosentreter, Kramer, Sophie und die perfekte Geliebte. Ist das Spiel jetzt zu Ende? Santé! |
[ BÜCHERTISCH | Sonntag
25. April 2010, 14:00 Uhr, Hansa-Gymnasium/Raum 10 :: Jaume Cabre ::
Die Stimmen des Flusses :: Veranstaltung im Rahmen der ArtSpecial ] |
|
![]() |
1947 in Barcelona geboren, lebt und arbeitet auch dort.
Er hat neben Romanen, Erzählungen und Essays auch Drehbücher verfasst.
Viele Jahre lang hat er den Beruf des Schriftstellers mit dem des Lehrers
kombiniert. Als Drehbuchautor hat er sowohl für das Fernsehen als auch
für die Filmindustrie gearbeitet. Jaume Cabré ist ein Meister der Dramatik: In seinem postmodernen Roman Die Stimmen des Flusses wechseln die Szenen wie im Film in raschem Schnitt, die Stimmen der Protagonisten lösen einander ab, und das ungeheuerliche Geschehen erschließt sich dem Leser, als wäre er selbst dabei. Er liest die bewegende Geschichte von kleinlicher Bosheit und heimlicher Größe, von mörderischem Hass, von Liebe und Verrat sowie davon, wie die Mächtigen die Geschichte schreiben. |
[ Freitag, 28. Mai 2010, 20:00 Uhr, Turm
St. Agnes :: Jo Lendle :: Mein letzter Versuch die Welt zu retten ] |
|
![]() |
"Den Bus hatten wir von der Gemeinde bekommen, in der Wolfs Vater Pastor war, es passte schon alles irgendwie zusammen. Unter der Woche wurde er genutzt, um die Teilnehmerinnen des Bibelkreises, die nicht mehr so gut zu Fuß waren, abzuholen und im Anschluss wieder nach Hause zu bringen. In den Ritzen der Bänke steckten noch die klein zusammengefalteten hellgrünen Zettel mit der fotokopierten Wochenlosung. Wir hatten versprechen müssen, vorsichtig zu sein und ihn vollgetankt zurückzubringen". (S.18)
Mit dem Bus brechen sieben Freunde auf, um bei der Wendlands-Blockade die Welt zu retten. Sie hoffen, dass dies eine ideale Tarnung ist, um an den Polizeikontrollen vorbei zu der Demonstration nach Gorloben zu kommen. Jo Lendle, der zum zweiten Mal bei "Literatur in St. Agnes" zu Gast, ist gelingt mit seinem aktuellen Roman eine treffende Schilderung der politischen Jugend der heute 40-Jährigen. "Wie könnten drei Wünsche bei einem Buch lauten? Eine ansprechende Story. Eine bedachte Sprache. Anregende Sichtweisen. Lendle erfüllt sie alle drei." (die tageszeitung) |
| [ Donnerstag 09. Dezember, 20:00 Uhr, Hülchrather Str. 7 :: Christian Linder :: Heinrich Böll ] |
|
![]() |
Dies ist eine exklusive Veranstaltung in der ehemaligen Böllwohnung.Leider sind alle Karten vergeben. Mehr als dreißig Jahre nach einer folgenreichen Begegnung mit
Heinrich Böll geht Christian Linder in dieser aufregenden Biographie
der Frage nach, welcher Mensch sich hinter dem bekanntesten deutschen
Autor verbarg: 1917 in Köln geboren, Soldat der Wehrmacht, Kriegsgefangenschaft,
gefeierter Autor der Gruppe 47, Präsident des PEN, Literaturnobelpreisträger,
politisches Engagement, Tod 1985 das sind nur die Eckdaten einer gemessen
an der literarischen Bedeutung letztlich unbegreiflichen Karriere. Welche
Motive liegen diesem Leben und Schaffen zugrunde, das Böll selbst
am Ende seines Lebens als gescheitert betrachtete? Welche Überzeugungen
und Schmerzen? Welcher Hass trieb ihn an, welcher Glaube? Linder zeigt
den Menschen Heinrich Böll, der bislang hinter seiner Wirkung verborgen
war, und bringt Erstaunliches ans Licht. Ein Buch nicht nur über
einen Schriftsteller, sondern auch über die Zeit, in der er lebte,
gleichzeitig der Versuch, literarische Wirkungsgeschichte zu verstehen
und Bilder und Wertungen zurechtzurücken. |
| [ BÜCHERTISCH | Dienstag 01. Dezember, 20:00 Uhr, Raketenklub :: Christian Kortmann :: Der Läufer ] |
|
![]() |
Carlo wünscht sich Erfolg im Leben, er will etwas schaffen. Doch erscheint ihm dieser Erfolg oft wie ein Hologramm: Man sieht ihn vor sich, greift hin, aber da ist nichts. Irgendwann hält er die falschen Ideen und Machtkämpfe in seiner Umgebung nicht mehr aus. Er haut ab. Er läuft los und hält einfach nicht mehr an. Auf seinem Lauf begegnet er Menschen und der Natur, doch vor allem sich selbst. Christian Kortmann, Kulturredakteur des Online-Portals Sueddeutsche.de und Autor der Internetkolumne Das Leben der anderen verbindet in seinem Debütroman bissige Gesellschaftskritik und schmerzvolle Sinnsuche, lässt den Gedanken freien Lauf, um dem Geheimnis des »gelingenden Lebens« auf die Spur zu kommen. |
| [ Donnerstag 08. Oktober, 20:00 Uhr, Kirchturm St. Agnes :: Norbert Scheuer :: Überm Rauschen ] |
|
![]() |
Einst sind der Vater und die Brüder gemeinsam fischen gegangen, das Rauschen des Wehrs hinter der Gaststätte in der Eifel, in der sie gelebt haben, hat die Kindheit der Brüder mit Ahnungen und Phantasien belebt. Aber der Vater, der beim Angeln immer auf der Suche nach einem riesigen, mythischen Urfisch war, ist schon lange tot. Und der ältere Bruder Hermann ist abgeholt worden, musste in die Klinik, er hat den Verstand verloren, sein Schicksal ist ungewiss.
Der jüngere Bruder, der Ich-Erzähler, ist zurückgekehrt an den Ort der Kindheit, um der Familie zu helfen, steht im Fluss, angelt und lässt das Leben des Bruders, sein eigenes, das der Familie Revue passieren. Die Kindheit am Fluss, die erste Liebe, die kauzigen Gäste der elterlichen Gastwirtschaft, die Ausbruchsversuche des Bruders, der Niedergang der Kneipe, der Fluss und die Fische, der Tod der holländischen Gelegenheitsgeliebten des Bruders und die ungeklärte Frage nach dem eigenen leiblichen Vater - erschöpft und doch überwach versucht der Erzähler, aus den Erinnerungen und Gesprächen, Ereignissen und Beobachtungen einen Zusammenhang herzustellen, eine Erklärung zu finden.
Norbert Scheuers neuer Roman "Überm Rauschen" entwickelt mit seiner genauen und poetischen Sprache einen enormen Sog. Trauer und Schönheit einer ganzen Welt entstehen durch diese suggestive Geschichte, deren Protagonisten mit ihrer Suche nach dem großen mythischen Fisch zugleich auf der Suche nach dem Glück sind. Und das Glück ist da, im Rauschen, in der wehmütigen Kraft des Erzählens.
|
| [ BÜCHERTISCH | Donnerstag 29. Oktober, 19:00 Uhr, Literaturhaus :: Tobias Elsäßer :: Abspringen ] |
|
![]() |
Pauls Leben steht Kopf. Seit Monaten kann er nur noch an eines denken: Sex! Die Welt ist voll davon und er mittendrin. Der nächste Höhepunkt nur ein Mausklick entfernt. Käufliche Frauen auf Abruf bereit. Paul fühlt sich ferngesteuert, von »Hormon-Lawinen« überrollt. Er schämt sich und will sein altes Leben zurück. Ohne die schrägen Gedanken und schlaflosen Nächte. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht. |
| [ BÜCHERTISCH | Dienstag 13. Oktober, 20:00 Uhr, Raketenklub :: Oliver Uschmann :: Das Gegenteil von oben ] |
|
![]() |
Er war u.a. Getränke-Lieferant, Packer bei UPS, Theorieadministrator am Haus der Künste, Förderpreisträger des Landes NRW und dozierte über »Realität für Germanisten«. Jetzt erscheint sein neuer Roman über einen Jungen namens Dennis, der nichts zu lachen hat. Stress zu Hause, Stress in der Schule, Stress mit Mädchen – sein Leben verläuft absurd berechenbar. Als dann über Nacht der Nachbarsjunge verschwindet, rücken die Minidramen des Alltags in den Hintergrund, denn er findet immer mehr Hinweise auf ein Verbrechen. Um endlich Gewissheit zu haben, wagt er sich in die Höhle des Löwen: Im Keller des Nachbarhauses kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert. |
| [ BÜCHERTISCH | Dienstag 22. September, 20:00 Uhr, Raketenklub :: Bas Böttcher :: Neonomade ] |
|
![]() |
Google mal Babylon! Babel mal Googylon,
Bubblegum, Goodie, Booty, Party on, Babylon!
Während wir Wörter wie Werte verwirren,
werden wagenweise Waren vertrieben. Und im Gehirn
platzen Dotcom-Hypotheken-Sprechblasen wie Pustefix.
Komplett Geplättete fragen mich, warum tuste nix.
Propaganda geht runter wie Öl und rauf wie Ölpreise,
nur wer sich selbst umschaut, wird auf seine Weise weise.
Zeilen des Gedichts »Babylon 2.8« aus Bas Böttchers
Neonomade.
Der Band bietet eine lyrische Umschau im Babylon unserer
Tage; ernst, sprachverspielt, dem Zauber von Rhythmus und
Vieldeutigkeit hingegeben. »Dichten und Coolness passen plötzlich |
| [ Freitag 26. Juni, 20:00 Uhr, Kirchturm St. Agnes :: Stefan Weidner :: Manual für den Kampf der Kulturen ] |
|
![]() |
Als Samuel Huntington Mitte der 1990er Jahre seine These vom Kampf der Kulturen vorlegte, stieß er auf breite
Ablehnung. Mittlerweile hat sich der Konflikt mit dem Islam als Dauerbrenner in den Medien etabliert, und man kommt kaum umhin,
von einem echten Kampf der Kulturen zu sprechen. Die Auseinandersetzung erschüttert unser Selbstverständnis nicht weniger als das
der Muslime, denn sie legt das Gewordensein und die Relativität der eigenen Position im Spiegel des anderen schonungslos offen.
Stefan Weidners Essay unternimmt es, nach den Gründen zu fragen, weshalb ausgerechnet der Islam diese Rolle für uns spielt und
warum Muslime ebensooft die Grenzen des für uns Hinnehmbaren überschreiten wie wir die des für sie Akzeptablen. Dabei interessiert
nicht die Frage, wer jeweils Recht hat, sondern nach welchen Gesetzen die Auseinandersetzung abläuft, wo auf beiden Seiten die
blinden Flecken zu suchen wären, wie wir uns in diesem Konflikt allmählich verändern und in welche Richtung. |
|
[ BÜCHERTISCH | Dienstag 19.Mai, 20:00 Uhr, Kulturkirche :: Judith Hermann :: Alice ] |
|
![]() |
Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr - und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. |
| [ BÜCHERTISCH | Dienstag 02. Juni, 20:00 Uhr, Raketenklub :: Nora Gominger :: Nicht heulend am Rand ] |
|
![]() |
Forschung dient dazu, das Leben leichter zu machen. Dinge bessereinund anordnen zu können.
Aber eignen sich die gleichen Forschungsinstrumente auch fürs eigene Leben? Und: Kann man die Ergebnisse lyrisch darstellen?
In den Texten ihres neuen Gedichtbandes Klimaforschung analysiert Nora Gomringer sehr ernst, selbstkritisch und oft sehr ironisch
Beziehungen, Arbeit, Familie, Makroklima sowie »Wetter und Wandel«. |
| [ BÜCHERTISCH | Mittwoch 17. Juni, 19:00 Uhr, Literaturhaus :: Rüdiger Bertram & Dietmar Bär :: Tatort Kinderknast ] |
|
![]() |
Jonathan ist zwölf Jahre alt und macht mit seinen Eltern Urlaub in Manila. Sein Vater ist Filipino, seine Mutter Deutsche. Weil ihm langweilig ist, schleicht er sich aus dem Hotel. Auf der Straße wird er überfallen und ausgeraubt. Eine Gruppe von Straßenkindern hilft ihm, doch unverschuldet landet er, zusammen mit den anderen, im Gefängnis. Rüdiger Bertram schildert in seinem Roman das, was für viele Kinder in Manila Realität geworden ist. Sie leben auf der Straße, stehlen, um zu überleben und werden eingesperrt. Auch im Knast haben sie keine Rechte und Fürsprecher, keiner kümmert sich um sie. Die Tatort Kommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt setzen sich zusammen mit Rüdiger Bertram dafür ein, dass die Lage dieser Kinder verbessert werden kann. |
|
[ Dienstag 30. September, 20:00 Uhr :: Rainer Stach :: Kafka: Die Jahre der Erkenntnis ] |
|
![]() |
Reiner Stach, geb. 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. Die Ausstellung wurde unter anderem in Frankfurt, Wien und Prag gezeigt. Franz Kafka: Entschlüsse :: illustiert von Beate Hagmeier |
| [ Freitag 29. August, 20:00 Uhr :: Jo Lendle :: Die Kosmonautin ] |
|
![]() |
"Mit kafkaesker Exaktheit: Absurdität und Genauigkeit
steigern sich gegenseitig. (...) Jo Lendles Roman ist bei aller thematischen
Last ganz leicht in seiner Textur. Alles geschieht wie in einem gläsernen
Gehäuse, in dem die Schwerkraft nachgelassen hat." Die Zeit "Jo Lendle hat ein sehr feines, sehr poetisches Romandebüt
geschrieben. Der Autor hat sein fernes Ziel unter dem Beifall von uns
auch manchmal zu den Sternen hochschauenden Lesern erreicht: einen Roman
zu schreiben, der trotz seines fernliegenden spektakulären, radikal-romantischen
Reiseziels mit leichtem Gepäck auskommt. Wirklich atemberaubend." |
[ Mittwoch 18. Juni, 19.30 Uhr :: Literarischer Abend zur Benennung des Hilde-Domin-Park ] |
|
![]() |
Irgendwann war ich zuhause, und auch gut zuhause. Davon lebe ich das Leben lang. Das war in Köln, in der Riehler Straße.“
- Hilde Domin Die Parkanlage im Fort X erhält einen neuen Namen: Hilde- Domin- Park. Am Vorabend dieses Ereignisses wird der in Köln geborenen Schriftstellerin ein literarischer Abend in der Agneskirche gewidmet. Im Mittelpunkt steht die Präsentation des Dokumentarfilmes „Ich will dich“ durch die Regisseurin Anna Ditges. Im Anschluss an diese eindrucksvolle filmische Begegnung mit Hilde Domin wird die Schauspielerin Anja Schlüter Gedichte und autobiographische Texte der Lyrikerin im Rosengarten, dem zukünftigen Hilde – Domin – Park, vorlesen. Hilde Domin wurde am 27.07.1909 im Kölner Agnesviertel geboren, in der Riehler Straße 23, in unmittelbarer Nähe des Gerichts, wo ihr Vater, der jüdische Rechtsanwalt Siegfried Löwenstein, tätig war. Um der drohenden Verfolgung durch die Nazis zu entgehen, emigrierte sie 1932 nach Rom, von wo sie 1939 nach London und schließlich in die Dominkanische Republik auswanderte. 1954 kehrte sie, nach 22 -jähriger Emigration, nach Deutschland zurück. 2006 verstarb sie in Heidelberg. Hilde Domin erhielt u.a. den Rilke Preis, den Nelly Sachs Preis und den Heinrich Heine Preis. Die Filmemacherin Anna Ditges hat über zwei Jahre hinweg Hilde Domin durch den Alltag begleitet. Der Debütfilm der im Agnesviertel lebenden Filmemacherin wurde für die Vorauswahl des deutschen Filmpreises 2008 ausgewählt. Die Schauspielerin Anja Schlüter arbeitet für den Film und das Theater, sowie in literarischen Projekten und Produktionen. Auch sie lebt im Agnesviertel. Der Hilde- Domin- Abend ist eine gemeinsame Veranstaltung der Pfarrgemeinde St. Agnes, der Agnesbuchhandlung, des Kulturamtes der Stadt Köln und des Katholischen Bildungswerkes. |
[ Freitag 07.03.2008, 16 Uhr :: Christiana Bacher & Ulrich Noller :: Spannung im Agnesviertel ] |
|
![]() |
Zeitgemäss, urban, multikulturell und nah dran an Kindern und Jugendlichen - die neue Krimireihe
Wladi aus Tadschikistan ist neu im Agnesviertel und bekommt bei seiner ersten Erkundungstour gleich ärger mit Michi Mense und seiner Gang. Ein zwielichtiger Mann bietet dem Jungen ein tolles rotes Fahrrad zum Kauf an - doch Wladi hat nicht genug Geld. Der erste Tag in der Schule ist Horror, aber zum Glück gibt es noch Laura, die nicht nur nett, sondern auch sehr hübsch ist. Als Wladi schließlich beschuldigt wird, das rote Rad gestohlen zu haben, hat Michi gegen den verhassten Neuen leichtes Spiel. Auch Kevin und Sema misstrauen dem Jungen zunächst, den man immerhin mit dem Diebesgut beobachtet hat. Mithilfe der Kinder vom Asylbewerberheim beginnt eine spannende Verfolgungsjagd auf Türkisch, Russisch, Tadschikisch, Deutsch und Französisch mitten in Köln.
tätig. |
[ Freitag 30.11.2007, 20.00 Uhr :: Doris Konradi ] |
|
![]() |
Doris Konradi, 1961 in Köln geboren, studierte Volkswirtschaft,
Germanistik, Romanistik und Niederlandistik. Ausbildung zur Drehbuchautorin in Berlin, Köln und Düsseldorf. Seit 1997 Arbeit an literarischen Texten. 2003 erhielt Doris Konradi den Bettina-von-Arnim-Preis für die Kurzgeschichte »Freunde von Lula«. 2005 veröffentlichte sie bei Tisch 7 ihr Romandebüt »Fehlt denn jemand«. Die Arbeit an FRAUEN UND SÖHNE wurde mit einem Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW gefördert. Doris Konradi lebt als freie Schriftstellerin in Köln. |
[ Montag 19.11.2007, 20.00 Uhr :: Eduardo Mendoza ] |
|
![]() |
Eduardo Mendoza wurde am 11. Januar 1943 in Barcelona
geboren. 1965 schloß er sein Jurastudium ab und arbeitete für kurze Zeit
als Rechtsanwalt. Hierbei lernte er die juristisch-administrative Sprache
kennen, die er später in einigen seiner Romane parodierte. Von 1973 bis
1982 war er in New York als Dolmetscher im Auftrag der Vereinten Nationen
tätig. |
[ Sonntag 28.10.2007, ab 14.30 Uhr :: 100
Jahre Astrid Lindgren ] |
|
![]() |
Eine ungewöhnliche Kombination erwartet die Besucher am
Sonntag, den 28.10.2007, in der Agneskirche. WDR Moderatorin Bettina Böttinger
und Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner lesen aus den Büchern Astrid
Lindgrens. Nicht lange überlegen musste die engagierte Journalistin Bettina Böttinger, um ihr Kommen für dieses Zusammentreffen starker Frauen zugunsten starker Mädchen zuzusagen. Auch Barbara Schock-Werner war von der Idee schnell überzeugt. „Als Kind war ich begeisterte Lindgren-Leserin“ bekennt die Kölner Dombaumeisterin. Zunächst lesen beide für kleine und große Fans ihre Lieblingsstellen aus Astrid Lindgren vor. Maren Gottschalk, die mit „Jenseits von Bullerbü“ gerade ein kenntnisreiches Buch über Astrid Lindgren geschrieben hat, moderiert diese Benefizveranstaltung. ie Lindgren-Biographin wird nach einer Pause mit Kaffe und Kuchen das Interesse der Erwachsenen für das Leben der Autorin wecken. Gleichzeitig haben Kinder die Gelegenheit, in der Sakristei den Film „Carlsson vom Dach“ zu sehen. Zugunsten von medica Mondiale wird eine Tombola durchgeführt. Bücher
und Poster, die die Agnesbuchhandlung zur Verfügung stellt, können die
glücklichen Gewinner mit nach Hause nehmen. Medica Mondiale, mit Sitz
im Agnesviertel, unterstützt traumatisierte Mädchen und Frauen in Kriegsgebieten.
Kinder zu stärken, vor allem Mädchen, das war auch das Anliegen von
Astrid Lindgren mit ihren Büchern. |
[ Mittwoch 17.10.2007, 20.00 Uhr :: Yoko Tawada ] |
|
![]() |
YOKO TAWADA wurde 1960 in Tokyo/Japan geboren. Seit 1982
lebt sie in Deutschland (seit 2006 in Berlin). Studium der Literaturwissenschaft in Tokyo und in Hamburg. |